Cloud-Warenwirtschaft und lokale Warenwirtschaft im Überblick
| Kriterium | Cloud-Warenwirtschaft | Lokale Warenwirtschaft |
|---|---|---|
| Installation | Meist Browser oder Cloud-Dienst | Installation auf eigenem PC oder Server |
| Datenhaltung | Beim Cloud-Anbieter beziehungsweise dessen Infrastruktur | Eigene oder selbst gewählte Infrastruktur |
| Internetverbindung | Meist erforderlich | Je nach Lösung lokal unabhängig möglich |
| Updates | Meist zentral durch den Anbieter | Durch Unternehmen und Softwarepflege steuerbar |
| Kostenmodell | Häufig monatliche SaaS-Gebühren | Lizenz-, Wartungs- oder Mischmodell |
| Zugriff von unterwegs | Meist sehr einfach | Zusätzliche Infrastruktur erforderlich |
| Kontrolle über Infrastruktur | Geringer | Höher |
| IT-Aufwand im Unternehmen | Meist geringer | Je nach Umgebung höher |
| Skalierung | Meist unkompliziert | Abhängig von eigener Infrastruktur |
| Anbieterabhängigkeit | Stärker an Dienstbetrieb gekoppelt | Stärker an Software und eigene Infrastruktur gekoppelt |
Was ist eine Cloud-Warenwirtschaft?
Bei einer Cloud-Warenwirtschaft wird die Software in der Regel auf Infrastruktur des Anbieters oder eines Hosting-Dienstleisters betrieben. Anwender greifen meist über einen Browser oder eine Internetanwendung auf den Dienst zu.
Typische Vorteile
- Zugriff von verschiedenen Standorten
- Meist wenig eigener Serverbetrieb
- Updates häufig zentral bereitgestellt
- Schnelle Bereitstellung
- Gute Eignung für verteilte Teams
Typische Abhängigkeiten
- Dauerhafte oder regelmäßige Internetverbindung
- Abhängigkeit vom Betrieb des Dienstes
- Laufendes Abonnement bei vielen SaaS-Modellen
- Nach Vertragsende ist der Zugriff auf den Dienst und damit auf die dort verwalteten Daten in der Regel nicht mehr möglich; Datenexporte und Fristen sollten vorab geprüft werden
- Datenhaltung nicht ausschließlich auf lokaler Firmeninfrastruktur
- Anbieterwechsel kann eine Migration erforderlich machen
Was ist eine lokale Warenwirtschaft?
Eine lokal installierte Warenwirtschaft wird direkt auf PCs oder Servern des Unternehmens betrieben. Datenbank, Programme und Sicherungen befinden sich innerhalb der selbst gewählten Infrastruktur.
Mögliche Vorteile
- Unternehmen bestimmt die Infrastruktur
- Datenhaltung im eigenen Netzwerk möglich
- Mehr Kontrolle über Datenstandort und Zugriffsberechtigungen
- Kein zwingender Cloud-Betrieb
- Je nach Software auch ohne dauerhafte Internetverbindung nutzbar
- Eigene Backup-Strategie und bestehende Windows-Infrastruktur nutzbar
- Bei vorhandener Infrastruktur können die laufenden Kosten langfristig geringer ausfallen
Eigene Verantwortung
- Datensicherung und Zugriffsschutz
- Server, Betriebssystem und Netzwerk
- Softwarepflege und Updates
- Zugriff von unterwegs gegebenenfalls separat einrichten
Wo liegen die Unternehmensdaten?
Einer der größten Unterschiede zwischen Cloud und lokaler Warenwirtschaft ist die Datenhaltung. Bei Cloud-Lösungen werden Daten typischerweise innerhalb der Infrastruktur des jeweiligen Cloud- oder SaaS-Anbieters verarbeitet und gespeichert. Bei einer lokal betriebenen Warenwirtschaft kann das Unternehmen die Datenbank auf der eigenen Infrastruktur betreiben und selbst entscheiden, wo Server, Backups und weitere Systeme betrieben werden.
Bei einer Cloud-Lösung muss das Unternehmen prüfen, ob die konkrete Datenverarbeitung den Anforderungen der DSGVO entspricht. Dazu gehören insbesondere der Vertrag zur Auftragsverarbeitung, die technischen und organisatorischen Maßnahmen, eingesetzte Unterauftragsverarbeiter sowie die Orte der Datenverarbeitung und Serverstandorte. Werden personenbezogene Daten außerhalb der EU oder des EWR verarbeitet, sind zusätzlich die Anforderungen für Drittlandübermittlungen zu berücksichtigen. Der Serverstandort allein entscheidet daher nicht über die DSGVO-Konformität.
Datenhoheit bedeutet auch Verantwortung
Eine lokale Installation bietet mehr Kontrolle über die technische Umgebung, Datenstandort und Zugriffsberechtigungen. Das kann die Umsetzung eigener Datenschutzvorgaben erleichtern. Gleichzeitig bleibt das Unternehmen selbst für Datenschutz, Backup, Zugriffsschutz und Systempflege verantwortlich; eine lokale Installation ist nicht automatisch DSGVO-konform.
Was passiert bei einer Internetstörung?
Bei einer vollständig cloudbasierten Warenwirtschaft ist für die Nutzung in der Regel eine funktionierende Internetverbindung erforderlich.
Eine lokal installierte Warenwirtschaft kann innerhalb des eigenen Netzwerks grundsätzlich unabhängig vom öffentlichen Internet arbeiten, sofern keine externen Dienste benötigt werden.
Hyreka wird lokal unter Windows betrieben. Kernfunktionen der Warenwirtschaft sind daher nicht davon abhängig, dass die komplette Anwendung als Cloud-Dienst erreichbar ist. Für E-Mail, Online-Dienste, Webshop, Updates oder Versanddienstleister kann weiterhin eine Internetverbindung erforderlich sein.
Cloud oder lokal: Wie unterscheiden sich die Kosten?
Cloud
- Häufig monatliche oder jährliche Kosten je Benutzer
- Betrieb und Infrastruktur oft enthalten
- Einstiegskosten häufig niedrig
- Laufende Kosten können mit Benutzern oder Funktionen steigen
Lokale Lösung
- Lizenz-, Wartungs- oder Mischmodell
- Eigene Hardware kann erforderlich sein
- IT-Aufwand liegt beim Unternehmen
- Kosten nicht zwingend proportional zu jedem Cloud-Benutzer
Welches Modell langfristig günstiger ist, hängt stark von Benutzerzahl, Laufzeit, vorhandener Infrastruktur und Funktionsumfang ab.
Wer kümmert sich um Wartung und Updates?
Bei Cloud-Lösungen übernimmt der Anbieter typischerweise den Betrieb der zentralen Softwareplattform und spielt Updates selbst ein.
Bei lokal installierter Software kann das Unternehmen stärker selbst steuern, wann Updates und Änderungen durchgeführt werden. Gleichzeitig trägt es mehr Verantwortung für die eigene Systemumgebung.
Hyreka wird regelmäßig weiterentwickelt. Die Anwendung bleibt jedoch Bestandteil der eigenen lokalen IT-Umgebung.
Cloud-Lösungen haben Vorteile bei verteilten Standorten
Wenn Mitarbeiter regelmäßig von verschiedenen Standorten, aus dem Homeoffice oder über mobile Geräte auf die Warenwirtschaft zugreifen müssen, ist eine Cloud-Lösung häufig besonders komfortabel. Bei einer lokalen Warenwirtschaft muss der externe Zugriff gegebenenfalls über geeignete Netzwerk-, Remote-Desktop- oder Serverlösungen bereitgestellt werden.
Unternehmen, deren Warenwirtschaft überwiegend innerhalb eines festen Firmennetzwerks genutzt wird, benötigen diesen Cloud-Vorteil dagegen möglicherweise weniger.
Datenschutz und Sicherheit: Cloud oder eigene Infrastruktur?
Cloud
Professionelle Cloud-Anbieter können hohe Sicherheitsstandards umsetzen; Updates, Redundanz und Backups lassen sich zentral organisieren. Datenschutz hängt jedoch unter anderem von Anbieter, Verträgen und Infrastruktur ab.
Lokale Infrastruktur
Daten können auf eigener Infrastruktur bleiben, und das Unternehmen kontrolliert Zugriffe und Sicherungen. Der tatsächliche Schutz hängt aber von der Qualität der eigenen IT, Prozessen und Pflege ab.
Weiterführende Informationen
Die folgenden Primärquellen helfen bei der Prüfung von Auftragsverarbeitung, Cloud-Sicherheit und Datenübermittlungen in Drittländer. Sie ersetzen keine auf den Einzelfall bezogene Datenschutzberatung.
Wie abhängig möchte sich ein Unternehmen vom Anbieter machen?
Bei Cloud-Lösungen hängt die laufende Nutzung typischerweise davon ab, dass der gebuchte Dienst und das Kundenkonto verfügbar bleiben.
Lokal installierte Software läuft innerhalb der eigenen Umgebung, bleibt aber ebenfalls von Softwarepflege, Lizenzen, Betriebssystemen und gegebenenfalls externen Schnittstellen abhängig.
Wer besonderen Wert auf lokale Datenhaltung und eine eigene Betriebsumgebung legt, sollte diesen Punkt bei der Softwareauswahl berücksichtigen.
Wann passt eine Cloud-Warenwirtschaft besser?
Eine Cloud-Lösung kann besonders sinnvoll sein, wenn:
- Mitarbeiter häufig von unterschiedlichen Orten arbeiten,
- die eigene IT-Infrastruktur möglichst klein gehalten werden soll,
- schnelle Bereitstellung wichtiger ist als lokale Systemkontrolle,
- Browserzugriff und mobile Nutzung zentrale Anforderungen sind oder
- der Betrieb der Software weitgehend an den Anbieter delegiert werden soll.
Wann passt eine lokale Warenwirtschaft besser?
Eine lokale Lösung kann besonders sinnvoll sein, wenn:
- die Warenwirtschaft überwiegend im Firmennetzwerk eingesetzt wird,
- vorhandene Windows-Infrastruktur genutzt werden soll,
- Unternehmensdaten auf selbst verwalteter Infrastruktur gespeichert werden sollen,
- keine zwingende SaaS-Abhängigkeit gewünscht ist,
- die Anwendung auch bei einer Internetstörung innerhalb des eigenen Netzwerks weiter verfügbar sein soll,
- das Unternehmen eigene Backup- und IT-Prozesse betreibt oder
- langfristig eine hohe Kontrolle über die Systemumgebung gewünscht wird.
Hyreka: Warenwirtschaft lokal unter Windows betreiben
Hyreka ist eine lokal installierte Warenwirtschaft für kleine und mittlere Unternehmen. Die Software läuft auf Windows-Systemen und kann innerhalb der eigenen Unternehmensinfrastruktur eingesetzt werden. Dabei verbindet Hyreka klassische Warenwirtschaft mit Funktionen für Einkauf, Verkauf, Lager, Fertigung und E-Rechnung.
Die lokale Nutzung bedeutet dabei nicht zwingend hohen Aufwand für die eigene IT-Pflege: Hyreka lässt sich einfach installieren. Für mehrere Arbeitsplätze kann die gemeinsame Datenbank über eine Netzwerkfreigabe bereitgestellt werden. In vielen Fällen ist dafür keine besondere Hardware erforderlich; ein vorhandener Server, ein NAS oder auch ein geeigneter Arbeitsplatz-PC kann die Datenbank im Firmennetzwerk bereitstellen. Welche Umgebung passend ist, hängt unter anderem von Benutzerzahl, Datenmenge und Netzwerk ab.
- Artikelverwaltung
- Kunden und Lieferanten
- Angebote und Aufträge
- Einkauf und Lagerverwaltung
- Inventur
- Fertigung und Stücklisten
- E-Rechnungen erstellen
- E-Rechnungen einlesen
- Eingangsrechnungen
- Mehrbenutzerbetrieb im Netzwerk
Lokale Warenwirtschaft ohne Cloud-Zwang
Hyreka schreibt kein bestimmtes Cloud-Betriebsmodell vor. Unternehmen können die Warenwirtschaft innerhalb ihrer eigenen Infrastruktur betreiben und selbst entscheiden, wo ihre Unternehmensdaten gespeichert werden.
- Lokal unter Windows
- Eigene Datenhaltung möglich
- Kostenlos starten
- Für kleine und mittlere Unternehmen
- Einkauf, Verkauf, Lager und Fertigung
- E-Rechnung integriert
E-Rechnungen lokal verarbeiten
Hyreka kann XRechnungen und ZUGFeRD-Rechnungen direkt einlesen, visualisieren und als Grundlage für eine Eingangsrechnung verwenden.
E-Rechnung einlesen und als Eingangsrechnung übernehmen
E-Rechnungen erstellen und versenden
Welches Warenwirtschaftsmodell passt zu Ihrem Unternehmen?
| Anforderung | Cloud | Lokal |
|---|---|---|
| Einfacher Zugriff von überall | Sehr gut | Zusätzliche Einrichtung |
| Geringe eigene Serververwaltung | Sehr gut | Eigener Aufwand |
| Daten auf eigener Infrastruktur | Eingeschränkt, abhängig vom Modell | Sehr gut |
| Nutzung ohne öffentliche Internetverbindung | Eingeschränkt | Sehr gut im lokalen Netz |
| Eigene Kontrolle über Updates und Infrastruktur | Geringer | Höher |
| Sehr schnelle Bereitstellung | Sehr gut | Abhängig von Installation |
| Vorhandene Windows- oder Serverumgebung nutzen | Teilweise | Sehr gut |
| Potenzial für niedrigere laufende Kosten bei vorhandener Infrastruktur | Abhängig von Tarif, Benutzerzahl und Funktionsumfang | Möglich, abhängig von Hardware und IT-Aufwand |
| Verteilte Teams | Sehr gut | Zusätzliche Infrastruktur |
| Eigene Backup-Strategie | Abhängig vom Anbieter | Vollständig selbst steuerbar |
Häufige Fragen zu Cloud und lokaler Warenwirtschaft
Ist eine Cloud-Warenwirtschaft besser als eine lokale Warenwirtschaft?
Nicht grundsätzlich. Beide Modelle haben unterschiedliche Vorteile. Cloud-Systeme sind besonders bequem für verteilte Arbeitsplätze und reduzieren häufig den eigenen IT-Betrieb. Lokale Systeme bieten dagegen mehr Kontrolle über die eigene Infrastruktur und Datenhaltung.
Kann eine lokale Warenwirtschaft ohne Internet funktionieren?
Die Kernfunktionen einer lokal installierten Warenwirtschaft können innerhalb des Firmennetzwerks grundsätzlich ohne öffentliche Internetverbindung genutzt werden. Funktionen, die externe Dienste benötigen, können weiterhin eine Internetverbindung voraussetzen.
Ist eine lokale Warenwirtschaft sicherer?
Nicht automatisch. Bei einer lokalen Lösung kontrolliert das Unternehmen seine Infrastruktur selbst, trägt damit aber auch mehr Verantwortung für Updates, Zugriffsrechte, Backups und IT-Sicherheit.
Wo liegen die Daten bei einer lokalen Warenwirtschaft?
Bei einer lokal betriebenen Warenwirtschaft kann das Unternehmen die Datenbank innerhalb seiner eigenen oder selbst gewählten Infrastruktur betreiben.
Ist Hyreka eine Cloud-Warenwirtschaft?
Hyreka ist primär eine lokal installierte Warenwirtschaft für Windows und wird innerhalb der eigenen Unternehmensumgebung betrieben.
Kann Hyreka von mehreren Benutzern verwendet werden?
Ja. Hyreka kann auf mehreren Rechnern im Netzwerk mit einer gemeinsamen Datenbank verwendet werden. Damit ist gleichzeitiges Arbeiten mehrerer Mitarbeiter möglich.
Kann Hyreka E-Rechnungen verarbeiten?
Ja. Hyreka unterstützt E-Rechnungen und kann XRechnung und ZUGFeRD erstellen sowie eingehende E-Rechnungen einlesen und weiterverarbeiten. Weitere Informationen finden Sie unter E-Rechnung einlesen und als Eingangsrechnung übernehmen.


